Nach der Entscheidung, Hilfe zu suchen, ist es frustrierend, wenn ein Therapieplatz nicht sofort verfügbar ist. Wichtig ist: Sie müssen eine belastende Wartezeit nicht einfach passiv überstehen. Je nach Situation gibt es mehrere Möglichkeiten für Unterstützung.
1. Psychotherapeutische Sprechstunde nutzen
Für eine psychotherapeutische Sprechstunde ist keine Überweisung erforderlich. Dort wird geklärt, welche Behandlung sinnvoll sein kann. Die 116117 kann bei der Suche nach einem Termin unterstützen.
2. Nach Akutbehandlung fragen
Wenn eine Behandlung besonders dringend erforderlich ist, kann eine psychotherapeutische Akutbehandlung infrage kommen. Nach einer Sprechstunde kann dafür ein Vermittlungscode auf dem Formular PTV 11 ausgestellt werden.
3. Hausarztpraxis einbeziehen
Die Hausarztpraxis kann körperliche Ursachen mit abklären, den Verlauf begleiten und mit Ihnen besprechen, welche weiteren Schritte medizinisch sinnvoll sind.
4. Beratungsstellen und Selbsthilfe prüfen
Psychosoziale Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Sozialpsychiatrische Dienste können zusätzliche Unterstützung bieten. Sie ersetzen nicht zwingend eine Psychotherapie, können aber in einer belastenden Übergangsphase hilfreich sein.
5. Bei Verschlechterung nicht weiter warten
Wenn sich Ihre Situation deutlich verschlechtert, Sie sich nicht mehr sicher versorgen können oder Suizidgedanken auftreten, suchen Sie zeitnah professionelle Hilfe. Bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie 112.
Mehr Informationen: Akute Hilfe und Psychotherapieplatz finden.
Quelle: 116117.de – Psychotherapie.
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