Manche Menschen bekommen starke Angst in Situationen, aus denen sie im Notfall nur schwer wegzukommen glauben. Das kann im Supermarkt, im Bus, in der Bahn, auf großen Plätzen oder in Menschenmengen passieren. Wenn solche Situationen dauerhaft gemieden werden, kann der Alltag immer stärker eingeschränkt werden.
Was bedeutet Agoraphobie?
Bei einer Agoraphobie besteht starke Angst vor bestimmten öffentlichen Situationen oder Orten. Dazu können öffentliche Verkehrsmittel, weite Reisen, Menschenmengen oder offene Plätze gehören. Manche Betroffene erleben zusätzlich Panikattacken.
Warum Vermeidung so verlockend ist
Wer nach einer Panikattacke eine bestimmte Situation meidet, fühlt sich zunächst erleichtert. Langfristig kann diese Erleichterung jedoch die Vorstellung verstärken, dass die vermiedene Situation tatsächlich gefährlich sei. Der Bewegungsradius kann dadurch immer kleiner werden.
Typische Folgen
- Einkaufen nur noch zu bestimmten Zeiten
- öffentliche Verkehrsmittel vermeiden
- Orte nur in Begleitung aufsuchen
- lange Wege planen, um vermeintlich „sichere“ Ausgänge zu haben
- ständige Beobachtung von Puls, Atmung oder Schwindel
Was kann helfen?
Psychotherapie kann helfen, den Angstkreislauf zu verstehen und Vermeidungsverhalten schrittweise zu verändern. Das sollte nicht als Mutprobe verstanden werden, sondern passend zur individuellen Situation geplant werden.
Wenn Angst und Vermeidung Ihren Alltag deutlich einschränken, ist eine psychotherapeutische Abklärung sinnvoll. Informationen zur Suche finden Sie unter Psychotherapieplatz finden.
Quelle: gesund.bund.de – Agoraphobie mit Panikstörung.
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