Nach einer heftigen Panikattacke ist es nachvollziehbar, dass die nächste Attacke gefürchtet wird. Manche Menschen beobachten ihren Körper danach ständig: Ist mein Puls zu schnell? Wird mir schwindelig? Kommt die Angst wieder? Diese dauernde Alarmbereitschaft kann selbst neue Angst verstärken.
Für akute Situationen haben wir ergänzend eine Übersicht zusammengestellt: Was hilft bei Panikattacken? 12 Ideen für zu Hause und unterwegs.
So kann ein Angstkreislauf entstehen
- Ein Körpergefühl wird bemerkt, zum Beispiel Herzklopfen.
- Das Gefühl wird als Gefahr interpretiert: „Jetzt geht es wieder los.“
- Die Angst steigt.
- Der Körper reagiert noch stärker.
- Die stärkeren Symptome werden erneut als Beweis für Gefahr wahrgenommen.
Dieser Kreislauf kann sehr schnell ablaufen. Er bedeutet nicht, dass Betroffene sich die Symptome einbilden. Die Körperreaktionen sind real.
Warum Vermeidung kurzfristig hilft – und langfristig problematisch werden kann
Wer beispielsweise Busfahren, Einkaufen oder bestimmte Orte meidet, erlebt zunächst Erleichterung. Gleichzeitig kann sich dadurch die Überzeugung verstärken, dass diese Situationen gefährlich seien. Der Bewegungsradius wird möglicherweise immer kleiner.
Was kann helfen?
Psychotherapie kann dabei helfen, körperliche Reaktionen anders einzuordnen und Vermeidungsverhalten schrittweise zu verändern. Solche Schritte sollten nicht als Mutprobe verstanden werden, sondern passend zur individuellen Situation geplant werden.
Wann Sie Unterstützung suchen sollten
Wenn die Angst vor weiteren Attacken Ihren Alltag einschränkt, Sie wichtige Situationen meiden oder ständig den Körper kontrollieren, ist eine psychotherapeutische Abklärung sinnvoll.
Informationen zur Terminsuche finden Sie unter Psychotherapieplatz finden.
Weiterführende Information: gesund.bund.de – Panikstörung (ICD F41.0).
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