Schlafstörungen gehören zu den häufigen Beschwerden bei Depressionen. Manche Menschen liegen lange wach, wachen nachts immer wieder auf oder sind schon sehr früh morgens wach. Andere schlafen deutlich mehr als sonst und fühlen sich trotzdem nicht erholt.
Warum Depression und Schlaf zusammenhängen
Depressionen können Stimmung, Antrieb, Gedanken und den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Gleichzeitig kann schlechter Schlaf die Belastbarkeit weiter verringern. So kann ein Kreislauf entstehen: Wer erschöpft ist, bewegt sich weniger, grübelt nachts stärker oder verbringt mehr Zeit im Bett – und schläft trotzdem nicht besser.
Typische Schlafprobleme
- lange Einschlafzeit
- häufiges Erwachen in der Nacht
- sehr frühes Erwachen
- nicht erholsamer Schlaf
- starke Müdigkeit am Tag
- deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis
Was im Alltag helfen kann
Ein möglichst regelmäßiger Schlafrhythmus, Tageslicht, Bewegung im individuell möglichen Umfang und weniger Alkohol können unterstützen. Auch kann es sinnvoll sein, das Bett vor allem zum Schlafen zu nutzen und abends auf große Mengen Koffein zu verzichten.
Solche Maßnahmen ersetzen keine Behandlung einer Depression. Wenn Schlafprobleme über Wochen bestehen, den Alltag stark beeinträchtigen oder gemeinsam mit depressiven Beschwerden auftreten, sollten sie ärztlich oder psychotherapeutisch besprochen werden.
Schlafmittel nicht eigenständig einsetzen
Verschreibungspflichtige Schlaf- und Beruhigungsmittel sind nicht für eine dauerhafte Selbstbehandlung gedacht und können abhängig machen. Ob und wie Medikamente sinnvoll sind, gehört in ärztliche Hände.
Mehr zu Depressionen finden Sie unter Depression verstehen. Wenn Ihnen gerade selbst kleine Dinge kaum gelingen, lesen Sie auch Was tun, wenn man zu nichts Kraft hat?
Quellen: gesund.bund.de – Depression und Schlafstörungen; Gesundheitsinformation.de – Behandlung von Depressionen.