Wer psychisch stark belastet ist, kennt oft nur zwei Möglichkeiten: Therapie oder Klinik. Dazwischen gibt es jedoch weitere Hilfen. Eine davon ist der Sozialpsychiatrische Dienst, kurz SpDi.
Was ist der Sozialpsychiatrische Dienst?
Sozialpsychiatrische Dienste sind regionale Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Krisen. Je nach Kommune arbeiten dort Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen.
Wann kann der Dienst helfen?
- wenn eine psychische Krise den Alltag überfordert
- wenn der Zugang zu regulärer Behandlung schwierig ist
- wenn Unterstützung bei der Orientierung im Hilfesystem gebraucht wird
- wenn Angehörige Beratung benötigen
- wenn eine Person sich stark zurückzieht und Hilfe schwer annehmen kann
Wie findet man den zuständigen Dienst?
Die Angebote sind regional organisiert. Suchen Sie im Internet nach „Sozialpsychiatrischer Dienst“ zusammen mit Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis. Auch Gesundheitsämter können Auskunft geben.
Was ist bei akuter Gefahr?
Bei unmittelbarer Selbst- oder Fremdgefährdung ist der Sozialpsychiatrische Dienst nicht die einzige Anlaufstelle. In akuten Notfällen wählen Sie 112 oder wenden sich an eine psychiatrische Notaufnahme.
Weitere Krisenkontakte finden Sie unter Akute Hilfe.
Quelle: gesund.bund.de – Psychische Krisen.