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Panikattacke – was tun? Soforthilfe und die nächsten Schritte

Ruhiger Weg durch einen grünen Wald

Eine Panikattacke kann innerhalb kurzer Zeit sehr starke Angst und körperliche Symptome auslösen. Herzrasen, Zittern, Schwindel, Engegefühl, Atemnot oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, können so intensiv sein, dass Betroffene einen medizinischen Notfall befürchten.

Was Sie in diesem Moment tun können

  • Wenn möglich an einen sicheren Ort setzen oder stellen.
  • Versuchen, die Ausatmung ruhig und etwas länger werden zu lassen, statt besonders tief oder hektisch zu atmen.
  • Fünf Dinge in der Umgebung ansehen und bewusst benennen, um die Aufmerksamkeit nach außen zu lenken.
  • Die Füße auf dem Boden spüren oder einen festen Gegenstand berühren.
  • Sich daran erinnern: Angst kann sehr starke körperliche Reaktionen hervorrufen, die wieder abklingen können.

Es geht nicht darum, die Angst sofort „wegzumachen“. Oft hilft es mehr, die Symptome wahrzunehmen, ohne zusätzlich gegen sie anzukämpfen.

Warum fühlt sich Panik so körperlich an?

Bei starker Angst wird das körpereigene Alarmsystem aktiviert. Puls, Atmung und Muskelspannung können sich verändern. Schwindel, Kribbeln und ein Gefühl von Unwirklichkeit können hinzukommen. Das macht die Attacke nicht eingebildet – die körperlichen Reaktionen sind real.

Wann sollten Sie medizinische Hilfe holen?

Nicht jedes Herzrasen oder jede Atemnot ist automatisch eine Panikattacke. Besonders bei erstmaligen, ungewöhnlichen oder sehr starken Beschwerden sollte eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden. Bei starken Brustschmerzen, Bewusstlosigkeit, ausgeprägter Atemnot oder anderen akuten Notfallzeichen wählen Sie 112.

Was tun, wenn Panikattacken wiederkommen?

Wiederkehrende Attacken können dazu führen, dass Betroffene bestimmte Orte oder Situationen meiden. Dadurch kann die Angst langfristig größer werden. Eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung ist deshalb sinnvoll. Psychotherapie kann dabei helfen, den Angstkreislauf zu verstehen und schrittweise zu verändern. Wenn die Attacken vor allem nachts auftreten, findest du mehr unter Panikattacke nachts. Für Angst am Steuer gibt es außerdem unseren Beitrag Panikattacke beim Autofahren.

Unter Hilfe finden erklären wir, wie Sie eine psychotherapeutische Sprechstunde vereinbaren können. Ergänzend findest du in unserer Übersicht 12 mögliche Hilfen bei Panikattacken für zu Hause und unterwegs.

Nach der Attacke

Nach einer Panikattacke können sich manche Menschen erschöpft oder angespannt fühlen. Wenn du mehr über die Erholungsphase und den behutsamen Wiedereinstieg in den Alltag erfahren möchtest, lies unseren Beitrag Erschöpft nach einer Panikattacke: Was dir guttun kann.

Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Diagnose. Bei Unsicherheit oder neuen körperlichen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Weiterführende Information: gesund.bund.de – Panikstörung (ICD F41.0).

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