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Burn-out oder Depression? Unterschiede und Überschneidungen

Ruhiger heller Raum mit Blick nach draußen

Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl, nicht mehr zu können, können sowohl bei starker beruflicher Überlastung als auch bei einer Depression auftreten. Die Begriffe Burn-out und Depression sind jedoch nicht dasselbe.

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Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

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Burn-out wird vor allem im Zusammenhang mit chronischer Belastung am Arbeitsplatz beschrieben. Eine Depression ist dagegen eine psychische Erkrankung, deren Beschwerden viele Lebensbereiche betreffen können. Weil sich einzelne Symptome überschneiden, ist eine zuverlässige Unterscheidung anhand einer kurzen Selbstbeobachtung nicht möglich.

Was bedeutet Burn-out?

Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burn-out in der ICD-11 als arbeitsbezogenes Phänomen infolge chronischen, nicht erfolgreich bewältigten Stresses am Arbeitsplatz. Genannt werden starke Erschöpfung, zunehmende Distanz oder negative Haltung gegenüber der Arbeit und ein Gefühl verringerter beruflicher Leistungsfähigkeit.

Was kennzeichnet eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung. Typisch sind unter anderem gedrückte Stimmung, Interessen- oder Freudverlust und Antriebslosigkeit. Die Beschwerden können sich auf nahezu alle Lebensbereiche auswirken und nicht nur auf die Arbeit.

Wo überschneiden sich die Beschwerden?

  • Erschöpfung
  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • Rückzug
  • Gefühl sinkender Leistungsfähigkeit
  • Reizbarkeit oder innere Unruhe

Genau deshalb lässt sich anhand einzelner Symptome keine zuverlässige Unterscheidung treffen. Zusätzlich können körperliche Erkrankungen ähnliche Beschwerden verursachen.

Wann ist eine Abklärung sinnvoll?

Wenn Erschöpfung über Wochen anhält, der Alltag kaum noch funktioniert, Sie sich stark zurückziehen oder Stimmung und Interesse deutlich verändert sind, sollten Sie ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung suchen. Auch anhaltende Schlafprobleme und körperliche Beschwerden gehören abgeklärt.

Was hilft bei anhaltender Überlastung?

Je nach Ursache können Veränderungen der Arbeitsbelastung, Erholungszeiten, Beratung, Psychotherapie oder medizinische Behandlung sinnvoll sein. Es geht nicht darum, sich mit noch mehr Selbstoptimierung „leistungsfähig zu machen“, sondern Belastungen und Erkrankungen realistisch zu erkennen.

Wenn Schlafprobleme und Erschöpfung im Vordergrund stehen, findest du ergänzend unseren Beitrag Burnout und Schlafstörungen. Wenn Sie unsicher sind, wo Sie anfangen sollen, finden Sie unter Hilfe finden konkrete erste Schritte.

Quellen: Weltgesundheitsorganisation (WHO), ICD-11 – Burn-out as an occupational phenomenon; gesund.bund.de – Depression.

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